
Mehr als 10’000 sportliche Menschen am Boardstock
Zehn Jahre Boardstock: Am Wochenende feierte «Das junge Zuger Sportfestival» mit vielen attraktiven Neuerungen Jubiläum. Mehr als 10’000 Menschen liessen sich vom schlechten Wetter nicht abhalten. Sie kamen an den Zugersee, trieben Sport, feierten Party und genossen die ausgelassene Stimmung am modernsten interaktiven Sport- und Freizeit-Festival der Schweiz.
Es begann als reines Wakeboard-Festival. Zehn Jahre nach der ersten Austragung hat das Boardstock jetzt die nächste Stufe endgültig erreicht: Die Besucher konnten 27 Sportarten selbst ausprobieren, internationalen Cracks bei ihren actionreichen Einsätzen zuschauen und nicht zuletzt ein sportliches Festival-Wochenende erleben, das in der Schweiz einzigartig ist. OK-Präsident Daniel Schärer: «Erst bei schlechtem Wetter siehst du, wie gut dein Team und dein Event sind. Ich bin sehr stolz, dass das Jubiläums-Boardstock dem Regen getrotzt hat und mehr als 10’000 Menschen nach Zug gekommen sind.»

Im Dauerregen des Samstagmorgen war Schärer noch skeptisch gewesen. «Doch mit jeder Aufhellung», sagte er am Sonntagnachmittag, «sind mehr Besucher gekommen – die jüngsten keine fünf Jahre alt und die ältesten weit über siebzig.» Gemeinsam feierten die Generationen ein Festival, an dem viele von ihnen nicht nur konsumierten, sondern selbst eine oder mehrere Sportarten ausprobierten. Schärer: «Das Boardstock hat sich innerhalb eines Jahrzehnts vom reinen Wakeboard-Anlass zum interaktiven Multisport-Event entwickelt.» Nächstes Jahr soll es sogar noch breiter abgestützt sein. «Wir wollen gegen 40 Sportarten anbiete», sagt der OK-Chef.
Viele attraktive Neuerungen
Zum Jubiläum überraschte das Boardstock mit vielen Neuerungen. Auf besonderes Interesse stiess der erstmals ausgetragene Contest der Breakdancer. Tänzer aus ganz Europa verzauberten das Publikum. Auch der fast 30 km/h schnelle Cablelift auf dem Zugersee war ein Hingucker. Dank ihm mussten die Wakeboarder in Zug erstmals nicht von Schiffen über den See gezogen werden. Selbstverständlich konnten die Besucher das Wakeboard-Feeling an diesem Lift gleich selbst erleben – und an einem der vielen Workshops übten viele ihre ersten Breakdance-Schritte.

Auch die samstägliche Flugshow über dem Festival-Gelände war eine Neuerung, die auf Anhieb gut ankam. Und im Boardstock-Kino sahen sich noch mehr Besucher als in den Vorjahren die actionreichen Sportfilme an.
Erstmals fand das Boardstock in der ganzen Region Zug statt. Biker und Rennvelo-Fahrer umrundeten den Zuger- sowie den Türlersee, und auch die Läufer verliessen das eigentliche Festival-Gelände. OK-Präsident Daniel Schärer: «Die Seepromenade war erstmals der zentrale Hub, von dem aus das Boardstock die ganze Region erobert hat.»
«Ein Glücksfall für die Stadt Zug»
«Das Boardstock ist jung, trendy und vermittelt ein freies Feeling», sagt Urs Raschle. Laut dem Geschäftsführer von Zug Tourismus «passt es damit eigentlich nicht zu Zug. Aber genau deswegen passt es hervorragend zu Zug, denn für die Stadt ist es ein Glücksfall, einmal im Jahr als frisch, jung und frech wahrgenommen zu werden.»
Ähnlich äussert sich der Zuger Stadtrat Ivo Romer. «Das Boardstock ist eine hervorragende Plattform, um einer breiten Bevölkerung und insbesondere der Jugend viele sinnvolle Freizeit- und Sportaktivitäten näher zu bringen.» Nach zehn Jahren, so der Zuger Finanzdirektor, sei das Boardstock aus der Stadt «nicht mehr wegzudenken».
Bald Boardstock in anderen Regionen?
Auch die Wirtschaft hat das Potenzial des Boardstock erkannt. Mit der Swisscom und der Mobiliar waren zwei grosse Schweizer Unternehmen erstmals an Bord, und im Firmen-Hospitality hat das Festival noch einmal stark zugelegt. Zudem waren am Wochenende Tourismus-Vertreter aus anderen Schweizer Regionen in Zug. Sie wollen in den nächsten Jahren auch bei sich ein Sport- und Freizeit-Festival wie das Boardstock durchführen. Denn sie sind der gleichen Meinung wie OK-Chef Daniel Schärer, der sagt: «Das Boardstock ist einer der zeitgemässesten Sportanlässe der Schweiz, denn bei uns kann man nicht nur zuschauen, sondern selbst Sport treiben».
Auch die Umwelt gehört zu den Siegern Der moderne Mensch treibt nicht nur selbst Sport, er trägt auch Sorge zur Natur. Deshalb legen die Boardstock-Macher grossen Wert auf Nachhaltigkeit. «Wir arbeiten ausschliesslich mit Lieferanten aus der Region, setzen auf erneuerbare Energien und produzieren in der Region», sagt OK-Präsident Schärer. Ins Bild der Nachhaltigkeit passt, dass die Besucher auf dem Festivalgelände die modernsten E-Bikes testen konnten.
Als würde all das auch ihr gefallen, zeigte sich im Laufe des Festivals dann sporadisch auch die Sonne und wärmte mit ihrer erneuerbaren Energie die vielen Festival-Besucher.
mehr infos www.boardstock.ch
photos by Pascal Landert

