
Peetu Piiroinen Bester in der Quarterpipe
Mit den Finals in der über 10 Meter hohen Quarterpipe ist am Samstgabend die O’Neill Evolution zu Ende gegangen. Der Finne Peetu Piiroinen siegte im rein finnischen Finale gegen Risto Mattila und bekam den mit 15 000 US Dollar dotierten Siegercheque. Der Amerikaner Chas Guldemond, die aktuelle Nummer Eins der Weltrangliste, flog im Viertelfinal gegen Piiroinen raus, verteidigt aber dennoch seine Führung in der Swatch TTR Gesamtwertung. Altmeister Gian Simmen war mit Rang sieben einmal mehr bester Schweizer.
Die vom schwedischen Shaper Claes Hoegström designte und gebaute über 10 Meter hohe und 22 Meter breite Quarterpipe stand am Samstagabend im Fokus der O’Neill Evolution. In und über ihr wurde der 6Star Swatch TTR World Snowboard Tour Contest mit 32 Fahrern ausgetragen. Kurz vor 16 Uhr startete
der erste Fahrer mit vollem Tempo den Bolgen Hang hinunter, um in den stahlblauen Davoser Himmel zu schiessen. Die letzten Sonnenstrahlen verschwanden bald hinter den Bergen und die Heliumballone beleuchteten die Anfahrtspiste.
Peetu Piiroinen setzt sich im rein finnischen Finale durch
Slopestylesieger Korpi nahm im Viertelfinal gegen seinen Landsmann Risto Mattila viel Speed und zauberte einen hohen Backside Rodeo über das Coping der Quartpipe. Leider landete aber zu weit unten, verletzte sich und musste aufgeben. Mattila setzte sich danach im Halbfinal gegen den französischen
Höhenflieger Arthur Longo durch.
Im rein finnischen Final sahen die Zuschauer ein unglaubliches Feuerwerk an Tricks. Mattila konnte noch einmal zulegen und schoss mit einem sieben Meter hohen Backside Air übers Coping hinaus, dann doppelte er mit einem sechs Meter hohen McTwist nach. Beim dritten und letzten Sprung schoss Peetu Piiroinen mit
unglaublichen 105 Km/h hinunter und zauberte eine hohen und weiten Backside 540er in die Luft. Damit gewann er das Finale und 15 000 US Dollar Preisgeld. Glücklich sprach er in die Kameras:«Ich bin super zufrieden mit meinem ersten Sieg an einem 6Star Event. Nun peile ich die Führung in der TTR Tourwertung
an.» Nach seinem Exploit in Davos liegt er nun auf Rang fünf.
Der knapp 20-jährige Amerikaner Chas Guldemond, der zur Zeit Tourführende, zeigte im Viertelfinal schöne McTwist Japans gegen Piiroinen. Diese waren aber zuwenig hoch, was Endstation für ihn bedeutete. Mit seinem 5. Schlussrang verteidigt er dennoch seine Führung in der Swatch TTR Gesamtwertung. Gefolgt
von Korpi, der den 2. Platz behält.
Simmen einmal mehr bester Schweizer
Insgesamt standen sechs Schweizer in der Round of 32. Die eingeladenen Gian Simmen (Krattigen), Iouri Podladtchikov (Zürich) und Colin Frei (Davos) plus die via Qualifikation gekommenen Adrian Oesch (Balgach), Thomas Franc (Wettingen) und Nicola Bscacci (Magliaso). Simmen und Podlatchikov mussten in der ersten Runde im gleichen 4er Heat antreten. Simmen konnte sich einen der beiden Plätze schnappen, Podladtchikov schied aus.
Oesch, der über die Qualifikation rein kam, drehte auf und konnte ebenfalls eine Runde weiter kommen. Frei schied auf dem dritten Platz liegend knapp aus, weil er sich verspekuliert hatte. Franc konnte seine tollen Leistungen aus der Quali nicht wiederholen und schied als Vierter ebenfalls aus. Gleich erging es leider
auch Boscacci. Im 1/8-Finale musste Oesch gegen den finnischen Slopestyle-Sieger antreten, Korpi behielt in diesem Duell die Nase vorne. Simmen setzte sich gegen den Franzosen Allan Besse souverän mit höheren Airs durch. Im Viertelfinal traf Simmen auf den Holländer Steve Krijbolder. Mit einer von Swatch gemessenen Herzschlagfrequenz von 130 und 84 Km/h Anlaufspeed zeigte Simmen einen lange gefassten Backside 540 Tailgrab. Dennoch schied er aus. Mit seinem 7. Schlussrang ist der Altmeister wie schon im Slopestyle ein Tag zuvor und im letzten Jahr bester Schweizer.
Mit über 100 Km/h Anlauftempo liess sich der Routinier Risto Mattila im Final sieben Meter hoch über den Rand der Quartperpipe hinausschiessen. Damit streichte er die Siegerprämie von 9 000 US Dollar ein.
Die Veranstalter ziehen positive Bilanz
Die Veranstalter zeigen sich mit der fünftägigen Veranstaltung sehr zufrieden. Trotz den sehr kühlen Temperaturen sind während den Eventtagen ein paar Tausend Zuschauer zum Bolgen Jakobshorn gepilgert und haben vor allem in den Finals die Athleten angefeuert. Veranstalter Bernhard Ritzer von O’Neill Europa
zeigt sich sehr zufrieden: «Die beiden Disziplinen Quarterpipe und Slopestyle sollen auch nächstes Jahr beibehalten werden. Die Fahrer hatten Freude am KOModus, der ihnen viele Runs ermöglichte».
Die nächste O’Neill Evolution findet voraussichtlich vom 4. bis 9. Januar 2010 statt.
Mehr Infos www.oneilleurope.com/evolution
