
Besuchermagnet freestyle.ch 2009
Ein gut gelauntes Publikum wurde am Sonntag Zeuge, wie der Snowboarder Eero Ettala (FIN), der Freeskier Sammy Carlson (USA), der FMX-Pilot Dany Torres (ESP) und der Skateboarder Jean-Paul Ronchetti (GBR) sich den Titel «freestyle.champ» in ihren Disziplinen holten.
47 000 Besucher, drei Tage herrliches Wetter, Live-Konzerte allererster Sahne und spektakuläre Freestyle-Action verzauberten die Landiwiese von Freitag bis Sonntag in eine einzigartige Freestyle-Arena.
Während der vergangenen drei Tage erlebten 47 000 Zuschauer auf der Landiwiese in Zürich Top- Athleten, hochklassige Wettkämpfe, tolle Live-Musik von Rapper Stress, Phenomden und The Vibes, positive Stimmung und perfektes Wetter. Bei friedlicher Stimmung animierten die Aussteller die Besucher mit kreativen Gewinnspielen und Aktivitäten in der Label World zum Mitmachen. «Der Erfolg bestätigt unser Konzept», meint der zufriedene OK-Präsident Erwin Flury. «Die Zuschauer schätzen den guten Mix aus Freestyle-Action mit den weltweit besten Athleten, starken Live-Konzerten und den neusten Trends in der Label World.»
freestyle.champ
Am Sonntag traten die Finalisten auf Snowboards, Freeskis, FMX-Bikes und Skateboards zuerst in den Finals gegeneinander an. Jeder packte noch einmal die besten Tricks aus und wollte zu den Besten der Besten gehören. In jeder Kategorie kämpften die erfolgreichsten vier Athleten im Superfinal um den Titel «freestyle.champ» 2009. Die Superfinals der vier Disziplinen fanden alle innerhalb einer Stunde statt und sorgten so für einen hochklassigen Abschluss, der live auf SF zwei übertragen wurde.
16-jährige Überraschung in der Vertramp
Bei den Skateboardern galt der Brasilianer Sandro Dias als Favorit. Bei seinen extrem hohen Sprüngen in der Vertramp kam das Publikum jeweils nicht mehr aus dem Staunen heraus. Doch im Superfinale fand er nicht ganz zu seinen Höchstleistungen und stürzte bei seinen 900er Versuchen.
Paul-Luc Ronchetti nutze die Gunst der Stunde und krönte so seine Leistungssteigerung während des Contests. Mit einem 720 und einem hohen 540 Varial holte sich der 16 Jahre junge Brite den Titel. Er verwies den Berliner Jürgen Horrwarth sowie Sandro Dias auf die Plätze drei und vier. «Gegen Sandro Dias, einem Idol aus meiner Kindheit, zu gewinnen, macht mich sehr stolz», freut sich der Gewinner. Daniel Mayer aus den Vereinigten Staaten landete auf Platz zwei.
Knappe Entscheidung im Freeski
In einer atemberaubenden Show wurde der Sieger bei den Freeskiern erkoren. Sammy Carlson verwies den Schweizer Youngster Elias Ambühl mit bloss einem Punkt Vorsprung auf den 2. Platz.
Obwohl beide das Publikum mit äusserst anspruchsvollen Sprüngen zum Jubeln brachten, mussten sich die Judges entscheiden: Dem Double Cork 1080 von Carlson stand Ambühls Switch Double Cork 1080 gegenüber. Am Schluss konnte der Freeskier aus den USA die Judges mit seinem Style- Element überzeugen und den Titel «freestyle.champ» einheimsen. «Der Sieg war wertvoll für mein Selbstvertrauen. Nun bin ich ready für die X-Games», meint Carlson. Auf dem dritten und vierten Rang landeten der Norweger Andreas Hatveit und der schwedische Glamourboy Jon Olsson.
FMX Dirt Jump in spanischen Händen
Die vier im Superfinal verbliebenen FMX-Piloten hiessen Daisuke Suzuki (JPN), Charles Pagès (FRA), Dany Torres aus Spanien und der Westschweizer Mat Rebeaud, der das Publikum auf seiner Seite hatte. Rebeaud fuhr über alle Tage sehr konstant, Pagès steigerte seine Performance kontinuierlich und zeigte am Ende gar einen Double Seatback Backflip. Dany Torres bewegte sich stets auf einem hohen Niveau, hatte aber immer wieder neue Varianten auf Lager. Sein Repertoire an Backflip-Combos wie Lazyboy und Cliffhanger bescherten ihm den Titel «freestyle.champ». «Cool, dass ich heute Pagès schlagen und gewinnen konnte», so der Spanier. «Ich werde sicher wieder nach Zürich kommen!»
Finnischer Sieg im Snowboard-Contest
Im Superfinal der Snowboarder waren mit Christian Haller und Iouri Podladtchikov zwei Schweizer vertreten, wodurch die Chance auf einen Schweizer Sieg gross gewesen wäre. Am Ende landeten die beiden jungen Eidgenossen auf den Rängen 3 und 4 – bei beiden war die missglückte Landung entscheidend. Den Sieg holte sich verdientermassen der Routinier aus Helsinki und Sieger von 2006, Eero Ettala. Mit seinem Backside 1080 Mute und Switch Double Cork 1080, den er zum ersten Mal überhaupt stehen konnte, holte er sich den «freestyle.champ» vor dem 17-jährigen Jungtalent Toutant. Niemand konnte den Trick dermassen in die Höhe und Weite ziehen wie der Finne. «Wahnsinn, dass ich diesen Trick stehen konnte. Das wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein», meinte ein glücklicher Ettala.
Zürcher Podladtchikov ist «crossover.champ»
Am Samstagabend herrschte Freestyle-Spirit pur auf der hell beleuchteten Landiwiese. Alles war bereit für die Nacht der Freestyle-Gladiatoren. Die Zuschauer feuerten die Athleten während der «Crossover Session» zu immer spektakuläreren Sprüngen und brachten die Freestyle-Arena zum Kochen. Zudem durfte das Publikum für ein Mal selbst Judge spielen. Beim Show-Wettkampf über alle vier Disziplinen waren im Superfinal wie letztes Jahr alle vier Disziplinen vertreten: Snowboard durch Lokalmatador Iouri Podladtchikov, Freeski durch den 17-jährigen Bündner Elias Ambühl, FMX durch den frischgebackenen Vater Dany Torres aus Spanien und Skateboard durch den altbekannten Publikumsliebling Sandro Dias. Der Brasilianer holte sich den Titel des «crossover.champ» schon 2006 und 2008. Am Ende entschieden sich die Zuschauer für den Zürcher Podladtchikov. Sie konnten sich dem Bann seines perfekt gestandenen Double Backside Rodeo nicht entziehen.
Wer den grössten Freestylesport-Event Europas verpasst hat oder freestyle.ch Zürich 2009 noch einmal miterleben möchte, kann sich am Sonntag, 4. Oktober, auf SF zwei die Highlights von freestyle.ch Zürich 2009 im TV ansehen.
Schon bald geht’s weiter. Der Freestyle-Tross wandert nach Berlin. Vom 9. bis zum 11. Oktober findet auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof zum ersten Mal freestyle.berlin statt.
Mehr Infos unter: berlin.freestyle.ch
Mehr Informationen gibt es auf www.freestyle.ch

