Review King of Rail Bürchen 2012

Wer sich einen Weg durch die Schneemassen in den Walliser Skiort Bürchen pflügen konnte und dabei nicht beim Massenauflauf respektive -besäufnis zu Ehren der Racer-Truppe in Adelboden aufgehalten wurde, fand am King of Rail ein einmaliges Park-Set-up auf. Der Organisator, der lokale Freeski- und Snowboardclub Funriders, hatte es diesen Samstag nicht einfach, die Freeskier und ihre Kollegen mit einem Brett nach Bürchen zu locken. Neben dem FIS-Ski-Alpin-Weltcup fanden diesen Samstag in unserem schönen Ländle nicht weniger als drei grössere Freestyle-Contests statt.

Mit dem einmaligen Park-Set-up übertreffen sich die Organisatoren jährlich selbst. So auch am Dakine King of Rail Volume 4. Neue Tools konnten Dank Sponsoren hinzugekauft werden. Gestartet haben die Rider den Contest mit einer Kink-Box. Gefolgt von dem Symbolträger dieses Contest, das VW-Käfer-Rainbow-Tool. Speziell für die Augen der Zuschauer und die Kamera-Sensoren der Paparazzos wurde um das Kink-Rail-Tool ein Stairset aus dem Schnee geschaufelt. Anstelle des letztjährigen VW-Busses stand den Freeskier dieses Jahr ein Cannon-Rohr über die Strasse und eine Wall zur Auswahl. Entgegen den Befürchtungen einiger sorgsamen Zuschauer ist kein Rider vom doch recht deftigen Cannon-Tool runtergefallen.

Ein Preisgeld von gesamthaft CHF 2‘222.- war unter den 28 Freeskier und 9 Snowboarder auszulosen. Ins Finale schafften es 13 Freeskier. Dass Frau Holle noch nicht in Pension gegangen ist, bewies sie diesen Samstag erneut. Somit waren die Sichtbedingungen zeitweise auf wenige Meter beschränkt. Nach kurzen wetterbedingten Pausen und einem K.O.-Duell darf sich Andreas Burri offiziell „King of Rail“ nennen. Auf das Podium-Treppchen links von Mr. Burri und somit auf den zweiten Rang schaffte es Christian Bieri. Den dritten Rang erreichte der Saaser Carlo Michel. Bei den Damen erreichte die 14-jährige Lea Kieser den ersten Rang vor der Walliserin Vera Ritler.

An der um fünf Uhr nachmittags beginnenden After-Party in der urchigen Stadolbar liessen sich die Jibber feiern. Zu den topp Beats von rubb a dube sozndsystem (Dancehall), DJ Sim-One (Hip-Hop) und Katsching Kollektiv wurde die Nacht zum Tag gemacht. Doch wer jetzt denkt, die Party sei wegen dem frühen Start zu einer christlichen Zeit wieder fertig gewesen, der kennt die Bürchener nicht. Ganze zwölf Stunden später schlenderten die letzten Partygäste in Richtung Bett!

Das King of Rail 2012 war erneut eine starke Leistung des 1995 gegründeten Freeski- und Snowboardclubs Funriders. Übrigens wird diese Saison voraussichtlich auf dem King of Rail Standort Brandegga in Bürchen der neue Air2Bag vom Style Valais Team für Big Air Trainings aufgestellt.

Photos

Text und Fotos: Dominic Steinmann / ShredPlanet